Der Goldene Kreis – das Tor zur Kundenloyalität

Hast du dich schon einmal gefragt, was ein Unternehmen erfolgreich macht? Sind es die tollen Produkte, eine sensationelle Dienstleistung, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis oder etwa charismatische Verkäufer*innen?

Ich behaupte: Weder noch, denn es ist etwas ganz anderes. Was das ist, wirst du im Verlaufe dieses Textes selber herausfinden.

Manipulation statt Loyalität

Gehen wir einen Schritt zurück und beantworten die vorhin gestellte Frage salopp mit: Ein Unternehmen ist erfolgreich, wenn es Gewinn macht. Wie aber kommt es zu diesem Gewinn?

Die allermeisten Unternehmen manipulieren ihre Kund*innen auf irgendeine Weise, damit sie oder er ein Produkt oder eine Dienstleistung kauft. Diese Manipulation kann sehr vielseitig sein, z. B. über Preis, Aktionen, Angst, Wünsche, Versprechen, Gruppendruck oder vermeintliche Innovationen, die eigentlich nur Neuerungen sind. Tatsache ist, dass Manipulationen letzten Endes zu Transaktionen führen. Diese Transaktionen sind aber nicht gleichzusetzen mit Loyalität oder Treue. Transaktionen durch Manipulation sind nur dann in Ordnung, wenn sie einmalig stattfinden und dadurch keine Stammkundschaft oder Kundenbindung aufgebaut werden soll.

Problematisch bei den Manipulationen ist, dass sie so gut funktionieren und deshalb zu unserem Alltag geworden sind. Und sind wir mal ehrlich: In den aller seltensten Fällen findet nur eine einzelne Transaktion zwischen Unternehmen und Kund*in statt. Es ist deshalb höchst fraglich, ob der Einsatz von Manipulationen den (kurzfristigen) Erfolg rechtfertigen.

Aber was ist die Alternative?

Der Goldene Kreis

Die Alternative nennt sich Goldener Kreis und nein, das ist kein exklusiver Club, sondern ein hilfreiches Modell für Unternehmen. Der Goldene Kreis oder eben Golden Circle basiert auf dem Goldenen Schnitt. Dieser kann auf vielen Gebieten angewendet werden; er liefert wiederholbare und voraussagbare Ergebnisse in Bereichen, in denen diese andernfalls möglicherweise dem Zufall oder Glück zugeschrieben würden. Der Goldene Kreis besteht aus drei ineinander liegenden, immer grösser werdenden Kreisen. Der äusserste Kreis steht für das Was, der mittlere für das Wie und der innerste Kreis für das Warum. Bildlich sieht das so aus:

Bild: Eigene Darstellung des Goldenen Kreises in Anlehnung an die Grafik von Simon Sinek. (Quelle: Simon Sinek. Frag immer erst: warum. Wie Topfirmen und Führungskräfte zum Erfolg inspirieren, 2019, S.39)

  • Was
    Jede Organisation, ob Unternehmen, Verein, Stiftung unsw. weiss, was sie tut. Das Was ist leicht zu identifizieren.
  • Wie
    Einige Unternehmen oder Individuen wissen, wie sie tun, was sie tun (= Alleinstellungsmerkmal). Das Wie wird eingesetzt, um zu erklären, wie verschieden und um wie viel ein Produkt oder eine Dienstleistung besser ist.
  • Warum
    Nur sehr wenige Menschen und Unternehmen können klar sagen, warum sie tun, was sie tun. Warum gibt es das Unternehmen, was ist das Ziel, der Beweggrund, der Glaube, die Überzeugung?

Die allermeisten Unternehmen und Individuen arbeiten genau nach diesem Schema: Was, Wie, Warum. Dabei sollte es genau umgekehrt sein: Alles bewegt sich von innen nach aussen, also Warum, Wie, Was. Warum ist das so? Ganz einfach: Wir Menschen kaufen grundsätzlich nicht das, was ein Unternehmen tut, sondern warum es etwas tut. Das Warum ist also quasi der Kaufgrund und das Was ist der Beweis für diesen Glauben.

Natürlich ist das Warum nicht der einzige Garant für Erfolg. Es ist jedoch der einzige Weg, um Erfolg langfristig zu sichern und ein besseres Zusammenspiel von Flexibilität und Innovation zu erreichen. In Anbetracht der stetig wachsenden Konkurrenz geht es nicht darum, sich als Unternehmer*in zu fragen «Was können wir tun, damit wir konkurrenzfähig bleiben?», sondern «Warum haben wir begonnen zu tun, was wir hauptsächlich tun und was können wir gerade jetzt in diesem Moment tun, um unseren ursprünglichen Zweck unter Einbezug aller Technologien und Marktchancen auch heute noch zu erfüllen?».

Das Warum als zentrales Element von Storytelling

Das Warum sollte die Basis für alle Aktivitäten eines Unternehmens sein. Sprich: Alles, was ein Unternehmen tut, muss auf diesem Grundstein aufgebaut sein. Wie ich vorher bereits erklärt habe, kaufen wir Menschen etwas, weil wir an dasselbe Glauben wie das Unternehmen und weil wir auch Teil dieser Community sein wollen. Als Kund*in wollen wir uns mit dem Unternehmen identifizieren können. Das erreicht ein Unternehmen nicht, indem es Hard Facts verkauft, sondern indem es Kund*innen emotional abholt. Und genau dazu braucht ein Unternehmen Storytelling. Je authentischer dieses Storytelling ist, desto besser. Mit authentisch meine ich, dass das Unternehmen tatsächlich alles glaubt, was es tut und sagt. Wenn wir uns also für eine Dienstleistung oder ein Produkt entscheiden müssen, dann wollen wir unserem Gefühl folgen und nicht anhand vieler Fakten die richtige Wahl treffen müssen.

Die Quintessenz

Wir bei PINKTANK haben erkannt, wie wichtig der Goldene Kreis und vor allem das Warum eines Unternehmens für gutes und glaubwürdiges Storytelling ist. Die Erarbeitung des Goldenen Kreises ist jedoch ein harter, anspruchsvoller Prozess, der viel Denkarbeit und Geduld kostet. Darum haben wir versucht, einen anderen Weg zu finden: In unseren Playful Workshops schaffen wir es, dass sich unsere Kund*innen spielerisch mit dem Thema auseinandersetzen. In erster Linie geht es darum, eine Story mitsamt Key Visual für ein Unternehmen zu erarbeiten. Diese beiden Elemente sollen den Kern des Unternehmens widerspiegeln. Während des Workshops und dem nachgängigen Prozess finden Unternehmen automatisch die Antworten auf die drei W-Fragen des Goldenen Kreises. Sie müssen diesen vorher nicht einmal gekannt haben.

Um nun auf die Anfangsfrage zurückzukommen, was ein Unternehmen erfolgreich macht: Es ist die eindeutig benennbare Vision eines Unternehmens, die aussagt, warum das Unternehmen überhaupt eine Daseinsberechtigung hat. Und es ist das unermüdliche Streben des Unternehmens, diese Vision zu verwirklichen. Auch wenn das bedeutet, nur einen Teil des Marktes bedienen zu können.

 

Quellen:

Sinek, S. (2019). Frag immer erst: warum. Wie Topfirmen und Führungskräfte zum Erfolg inspirieren. München: Redline.
Sinek, S. (2009). TedTalk: https://www.ted.com/talks/simon_sinek_how_great_leaders_inspire_action?language=de

 

 

Alle Acht vor der Acht: Die Resilienz als neuer Wirtschaftstrend?

Die Wirtschaft erlebt gerade ihr blaues Wunder und wir mit ihr ebenso. Viele Unternehmen bangen um ihre Existenz und niemand weiss genau, wann sich die Volatilität der Wirtschaft wieder normalisiert. Die Lösung? Mehr Resilienz – dank zyklischem Denken.

Man könnte jetzt nicht behaupten, dass Resilienz in aller Munde ist; zumindest nicht auf Wirtschaftsebene. Dennoch soll genau diese Resilienz – so besagen es zumindest Forscher*innen – für eine neue Wirtschaftszukunft sorgen. Nämlich haben noch vor der Corona-Krise Zukunftsforscher*innen über die Nachteile eines linearen, eindimensionalen und materiell-ökonomischen Wachstumsdenken geschrieben und im Gegenzug die Vorteile eines Zyklus aus der Resilienzforschung aufgezeigt. Wie wir aber wissen, tragen solche Modelle erst Früchte, wenn es dem Zeitgeist entspricht oder wenn etwas Unvorhersehbares passiert. Eine Krise zum Beispiel.

Und dann kam sie. Mit voller Wucht brachte Corona die Wirtschaft zum Stillstand. Genau richtig für diesen Zyklus. Denn dank der Corona-Krise war es nie einfacher, die Vorzüge des zyklischen Denkens unter die Leute zu bringen. Heute wissen wir, dass Unternehmen wohl künftig nicht mehr nur nach Effizienz und Wachstum streben können. Denn je mehr Krisen entstehen, desto gewappneter müssen Unternehmen sein. Die Aktuelle hält es uns vor Augen. Also heisst’s: Gewinne an Resilienz, sei agil, damit du bei einer Disruption nicht den Boden unter den Füssen verlierst. Wie diese Resilienz geschafft werden kann, erklärt die Nummer 8: Lazy Eight.

Lazy Eight sagt der Linearität den Kampf an

Lazy Eight ist ein Zyklus, der die Form einer liegenden 8 hat. Das systemische Modell hat ihren Ursprung in der Resilienzforschung und soll das Gewinnmaximierungsdenken ersetzen. Das Modell zeigt im Prinzip auf, welche Phasen ein Unternehmen durchlaufen muss, damit es zu mehr Resilienz gelangt. Im Grunde genommen heisst das, dass Lazy Eight dem Unternehmen dabei hilft, die Anzeichen sowie Notwendigkeit eines Umbruches zu erkennen und die aktuellen und bevorstehenden Krisen neu zu begreifen. In anderen Worten bedeutet das, dass ein Unternehmen bei unerwarteten Ereignissen nicht einfach nur abwartet und dann nach Krisenende einfach wieder loslegt, um die Einbussen so rasch wie möglich auszugleichen. Nein. Wenn ein Unternehmen die nötige Resilienz besitzt, dann sieht es das Ereignis als Chance und wird dazu ermutigt, neue Wege einzuschlagen.

Mit Krise sind nicht nur pandemische oder finanzielle Krisen gemeint, sondern ebenso direkte, aufs
Unternehmen bezogene, Einbussen beispielsweise Verluste infolge Marktveränderung oder obsoleten Produkten.

Das Zukunftsinstitut erklärt’s so: Heute würden sich viele Unternehmen im oberen Teil des Lazy Eight bewegen: Wachstum und Effizienz gehören, wie ich sie eingangs erwähnt habe, zu den wichtigsten Keywords. Da wir gerade in einer grösseren Krise stecken, kommt Lazy Eight genau richtig, denn Unternehmer*innen hätten grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

  1. Wieder zum Alten zurückkehren (man bleibt im oberen Teil der Lazy Eight) oder
  2. neue Modelle kreieren, quasi die Lektionen aus der Krise lernen und alte Muster durchbrechen (unterer Teil der Lazy Eight).
Bild: Eigene Darstellung des Lazy-Eight Zyklus in Anlehnung an die Grafik des Zukunftsinstituts (Quelle: Trendstudie Next Growth, 2018, S. 45)

Bild: Eigene Darstellung des Lazy-Eight Zyklus in Anlehnung an die Grafik des Zukunftsinstituts (Quelle: Trendstudie Next Growth, 2018, S. 45)

Du erahnst sicher, auf was ich hinaus will: Festhalten am Status quo, also Möglichkeit 1 wählen, ist nicht ungefährlich, sofern man Zukunfts- und Resilienzforscher*innen glaubt. Nämlich habe die aktuelle Krise bewiesen, dass viele Unternehmen von einer Sekunde auf die andere zum Stillstand kamen. Unter Berücksichtigung des zyklischen Denkens indes soll ein solcher Stillstand künftig erst gar nicht mehr möglich sein. Das zeigt sich auch in der oberen – vereinfachten Darstellung – von Lazy Eight: Unmittelbar an der «Spitze» des oberen Teils befindet sich die Phase «Krise». Die Unternehmen, die diesen Krisenpunkt berücksichtigen, haben die besten Voraussetzungen, sich zu regenerieren. Sie wählen neue innovativere Wege, erarbeiten neue Strategien, schaffen ein anpassungsfähiges System, was wiederum die Resilienz in Unternehmen sichert. Kurzum: Indem sie Möglichkeit 2 wählen, wird die Disruption automatisch disruptiert. Dabei sind Kreativität und Innovation unter Einbezug von Mitarbeitenden zwei zentrale Aspekte. So entstehen neue Rollen, neue Netzwerke und – wie bereits eingangs erwähnt – neue Kooperationen und Kollaborationen.

Das ist einfacher gesagt als getan. Es stellt sich nämlich eine für Unternehmer*innen entscheidende Frage: Wie erreicht man die Phase der Kreation, also die des kreativen und neuen Denkens, mit möglichst wenig Ressourcen, in einer angemessenen Zeitspanne und mit einwandfreiem und lang anhaltendem Resultat?

Die Schnittstelle oder auch die goldene Mitte des Lazy Eight ist dabei entscheidend.

XINIX – die Brücke zur Kreation

Warum hier die XINIX-Methode so erwähnenswert ist, liegt an der Zeit und den Ressourcen. Das Ziel von Unternehmer*innen ist die schnelle Umsetzbarkeit von Neuem, marktreif und differenziert. Wenn es also von Forscher*innen schon heisst, man müsse neue Wege einschlagen, kreatives Denken und Innovation zulassen, Kollaboration und Kooperation schaffen und und und… dann kanns Unternehmer*innen ziemlich schnell mal schwindelig werden. Es ist also eine Wahnsinns-Herausforderung von der Phase des Loslassens in die Phase der Kreation zu wandern, wenn so vieles berücksichtigt werden soll. Es sei denn, es gibt eine Methode, die alles bündeln kann und innert kürzester Zeit eine Brücke zwischen beiden Phasen aufbaut. XINIX eben.

Die XINIX-Methode ist in ihrer Basis nichts anderes als eine gewöhnliche Projektmanagement-Methode. Mit einer Ausnahme: Im Gegensatz zu anderen Methoden, besitzt sie die Einzigartigkeit der Inspiration und Spielerei. Und das ist ein immenser Vorteil, insbesondere dann, wenn wir dem Zyklus der Lazy Eight gerecht werden wollen. Wir kennen es doch alle: Die besten Ideen entstehen immer dann, wenn wir nicht das Gefühl haben, wir müssen gerade den Einfall haben. Indem wir also auf dem Liegestuhl liegen, an den Himmel starren und den verschiedenen Formen der Wolken zuschauen, lassen wir uns unbewusst inspirieren. Unsere Augen folgen den verschiedenen und ständig wechselnden Strukturen, was in unserem Kopf lauter Bilder entstehen lässt. Diese Art von Inspiration in ein Unternehmen zu transportieren, das schafft XINIX. Die Methode ermöglicht es Unternehmen, alte Muster los- und Neues zuzulassen. Sie filtert Bestehendes und vertieft das Bewährte. Verbunden mit dem Spiel entsteht schliesslich auch die nötige Kollaboration und Kooperationsbereitschaft im Team. Letztendlich zielt das auf ein gleiches Verständnis für ein bestimmtes Thema ab und schafft Bereitschaft zur Improvisation und Exploration.

Die XINIX-Methode trägt also dem Lazy Eight-Zyklus Rechnung, indem sie bewusst das neue und kreative Denken zulässt und so den Umbruch von Krise zu Regeneration automatisch in Bewegung setzt. Das wiederum bringt einen fundamentalen und dauerhaften Wandel für ein Unternehmen mit sich. Hat das Unternehmen diese Transformation mit XINIX vollzogen, besitzt es alle Werkzeuge, die es für den Fortgang im unendlichen Lazy-Eight-Zyklus braucht. Die nächste Starre kommt nicht so schnell.

Der Kreis schliesst sich

Dank Corona ist Lazy Eight langsam bei uns angekommen. Wird sie unsere Retterin in Not?

Vielleicht, wenn man sich das zyklische Denken zu Herzen nimmt und den Sprung von Loslassen zum neuen Denken wagt. Das braucht sicher eine grosse Prise Mut, weil erstens die Acht (noch) nicht Mainstream ist und nur wenige Unternehmen sich dieser aktuell widmen und zweitens ein gewisser Respekt vor spielerischen Methoden vorherrscht. Ja, das behaupte ich. Denn ich weiss mittlerweile, was es bedeutet, in einer Acht zu denken und sich zusätzlich das Spiel zunutze zu machen; täglich, rund 30 Stunden die Woche, die Basis meines Arbeitsalltages.

Ich bin also dafür, dass man das Effizienz- und Wachstumsdenken streicht und mit der Acht einen neuen Wirtschaftstrend setzt: dauerhaft im Sinne von Unendlichkeit. In dem Sinne: auf eine resiliente Zukunft. 😊

Quellen:

Spielkultur – der neutrale Lernprozess

«Nobody is perfect» oder «sich irren ist menschlich». Unser Leben ist vollgepflastert mit Redewendungen und hin und wieder benutzen wir solche Weisheiten als Rechtfertigung für etwas, das schiefgelaufen ist. Die Fehlerkultur gehört zum Lebensprozess. Fragt sich aber: Kann die Fehlerkultur nicht durch etwas ersetzt werden, das eine neutrale – nicht negativ konnotierte – Ebene schafft?

Schon früh als Kind werden wir mit dem Fehler- und Lernprozess konfrontiert. Wenn wir laufen lernen, fallen wir beim ersten, zweiten, aber vielleicht auch beim dritten Versuch hin. Wir stehen immer wieder auf, fallen noch einmal hin und stehen schliesslich wieder auf. Wir versuchen es so lange, bis wir den Prozess des Laufens beherrschen. Indem wir Hinfallen machen wir «Fehler» und lernen mit jeder Wiederholung aus solchen. So funktioniert’s. Das Schöne an diesem Beispiel ist, dass das Kind nicht weiss, dass es einen Fehler begeht. Missbilligung von Mama und Papa kennt es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht, zumindest nicht in der Form, wie wir sie später zu spüren bekommen. Denn spätestens, wenn Kinder ins Schulalter kommen, dann als junge Erwachsene einen Beruf ausüben (oder studieren) und schliesslich im Laufe des Erwachsenenlebens viele (Lebens-)Erfahrungen sammeln, stösst ein Individuum auf die ganz bewusste Fehlerkultur. Ein solcher Prozess prägt uns und unsere Persönlichkeit.

Das «Richtig oder Falsch»-Prinzip

Begehen wir in unserem Alltag Fehler, dann fallen wir im ersten Moment in eine Art Starre. Bei manchen tritt gar ein Schamgefühl ein, andere verspüren Angst. Machen wir Fehler, dann werden wir zu Schuldigen (natürlich kommt es auch immer auf den Härtegrad des Fehlers an). Gerade im Arbeitsalltag ist «Fehler machen» für viele immer noch ein persönliches Tabu. Es gilt in den Köpfen: «Ich will meinem Arbeitgeber* beweisen, dass ich diese Stelle verdient habe», «Ich vermeide Fehler, so gut es nur geht», «Ich will perfekte Arbeit leisten» (so stand es nämlich im Inserat: perfektes Deutsch – das muss ich erfüllen). Also: Fehler sind selbstredend keine zugelassen, es existiert nur richtig oder falsch.

Mittlerweile verwandeln viele Unternehmen ihre Organisationskultur in eine produktive Fehler- oder Lernkultur (siehe Definitionen in Box). Ich benutze in diesem Beitrag beide Kulturen als eine, zumal sie unter dem Strich das gleiche Ziel verfolgen: das Enttabuisieren von «Fehler machen» und eine neue Form von Akzeptanz schaffen. Zum Spektrum der Fehler- und Lernkultur wird «Bestrafung» ersatzlos gestrichen und eine Art Belehrung oder Fehlerfreundlichkeit eingeführt. Das Unternehmen schafft gewisse Rahmenbedingungen, die den Mitarbeitenden ein Lernen aus Fehlern ermöglichen sollen. Das wiederum soll zum Ziel haben, dass die Mitarbeitenden besseren Leistungen erbringen.

Solche Fehler- und Lernkulturen sind besonders erwünscht und erhalten auch viel Anerkennung. Eines lässt mich aber an der Fehler- und Lernkultur zweifeln: Unter dem Strich funktionieren sie doch immer noch nach dem «Richtig oder Falsch»-Prinzip? Man begeht einen Fehler, wird zwar nicht sanktioniert, erhält aber ein Feedback ganz nach den vereinbarten Rahmenbedingungen. Folglich haben wir trotzdem etwas falsch gemacht. Der eigentliche Glücksmoment und die Meriten bleiben aus.

Spielkultur als Ersatz für Fehler- und Lernkultur

Anders sähe es aus, wenn man eine neue Kultur schaffen würde. Die des Spielens. Denn die Spielkultur vereint sowohl Fehler- als auch Lernkultur und schafft eine neue neutrale Perspektive ganz ohne Muss-Akte und Angsthaltung.

Wie ich bereits oben erwähnt habe, wissen Kleinkinder nicht, wenn sie einen Fehler begehen. Sie sind quasi Profis im Lernen; in ihren Köpfen existiert noch keine Bewertung nach richtig oder falsch. Sie nutzen sogar ihre Misstritte, um beim nächsten Mal nicht noch mal den gleichen Fehler zu machen. Dabei fehlt ihnen etwas nie: der Glücksmoment. Und dieses Gefühl soll doch auch in unser Erwachsenenleben, ergo in ein Unternehmen, transportieren werden. Glück statt Angst, nicht?

Es kristallisieren sich beim Spielen nämlich vielerlei Vorteile gegenüber der Fehler- und Lernkultur heraus: Erstens existieren in einem Spiel keine Konkurrenzkämpfe, zumindest nicht im herkömmlichen Sinn. In der Spielkultur geht es nie ums Gewinnen oder Verlieren. Sie schafft eher eine Art Plattform für ein – sagen wir mal – Learning. Zweitens ist die Spielkultur keine Solokünstlerin. Nein. Sie funktioniert nur im Team, deshalb ist sie auch so wertvoll. Denn dadurch, dass es alle braucht, entsteht auch das gemeinsame Lernen. Bei einem Fauxpas gibts weder einen Schuldigen, noch wird «Schuld» überhaupt ein Thema sein. Das Hauptziel der Spielkultur ist das Schaffen von neuen Lösungswegen, gemeinsam. Da kanns passieren, dass man mal falsch abbiegt. Aber bekanntlich führen alle Wege nach Rom und das behält sich die Spielkultur ausdrücklich vor. Drittens, unmittelbar mit Letzterem verbunden, werden in einem Spiel Fehler explizit erwünscht. Klingt paradox, aber Studien konnten es sogar belegen: wenn Mitarbeitende offen über ihre Misstritte oder Schwächen sprechen, dann stärkt das ihren Ehrgeiz, es beim nächsten Mal besser zu machen oder einen anderen Weg zu beschreiten. Von Angsthaltung ist keine Rede mehr.

Ich erlebe die Spielkultur so, als wäre sie ein Teil meines «vie quotidienne». Wir flippern, kreieren Geschichten aus Kinderbüchern oder erfinden neue Spiele. Ja, das ist die Spielkultur: Wenn du festsitzt, nicht mehr weiterkommst und am Ende deine Leistungen trotzdem stimmen müssen, würfelst du dich einfach ins Glück. Was zählt, ist, dass du durchs Spiel Blockaden jeder Art lösen kannst. Und (!) du bist natürlich nie allein. Deine Unterstützer* sind gleichzeitig deine Teamkollegen*.

Die Spielkultur verändert

Ich war in meiner zehnjährigen beruflichen Laufbahn einige Male mit Fehlern konfrontiert. Jederzeit stand ich in Alarmbereitschaft, weil ich eine grosse Angsthaltung gegenüber dem «Fehler machen» hatte. Dieses Laster habe ich jahrelang mit mir herumgetragen. So lange bis ich das erste Mal mit der Spielkultur in Kontakt kam. Erst dann wurde mir bewusst, wie viel «Fehler-Angst-Gewicht» ich auf meinen Schultern trug und wie stark es meine Leistungen beeinträchtigte. Durch die Spielkultur konnte ich viel von diesem Gewicht abladen und das in nur sehr kurzer Zeit. Also, wieso unser Mindset nicht auf einen neutralen Lernprozess bringen, damit wir künftig mehr Glücksmomente empfinden?

Ausserdem, nur so zum Abschliessen: Das Wort Spielkultur ist nicht nur neutral in seiner Bedeutung, nein, es schafft einen neutralen Boden für alle!

Lernkultur 
Gesamtheit aller Rahmenbedingungen einer Organisation und ihrer Mitglieder 
in Bezug auf die Förderung und Pflege von Lernen im Unternehmen. 
Die Lernkultur umfasst sowohl förderliche als auch hemmende Faktoren des Lernens. 


Fehlerkultur 
Organisationskultur, die es Mitarbeitenden erlaubt, offen und frei von Angst 
vor Sanktionen oder Diskreditierung über Fehler zu sprechen. Mit der Fehlerkultur 
beschränken sich Sanktionen lediglich auf die Gravierendsten; 
gleichzeitig soll die Fehlerkultur ein produktives Lernen aus Fehlern ermöglichen.

Storytelling durch die Blume

Unter Storytelling versteht jeder* etwas anderes, auch wir von PINTANK haben unsere eigene Sichtweise, wenn’s ums Geschichten erzählen geht. Bei uns sprechen wir deshalb meistens von der Kommunikationsblume; Blütenkern samt Blütenblätter. Das macht wahrscheinlich auf den ersten Blick wenig Sinn, aber wart’s ab, wenn du weiterliest, wirst du’s verstehen… 🙂

Blütenblättertanz statt Blütenkernfokus

Nehmen wir als Beispiel ein Unternehmen, Velo-Center 321, das gerade ein neues Elektrovelo auf den Markt gebracht hat. Damit die Promotion auch glückt, plant das Velo-Center einen Auftritt an einer Messe. Das ist nur eine von vielen Massnahmen, die das Velo-Center im Jahr plant und jede davon bedeutet viel Arbeit, viel Planung und natürlich viele Kosten. Für alles braucht es ein separates Konzept, ein Motto und eine Story. Wenn wir es in den Worten von PINKTANK ausdrücken, dann wäre das ein ständiger Blütenblättertanz; sprich man arbeitet nur auf den Massnahmen, mal betrifft es die Marketingabteilung, mal PR oder HR. Würde sich das Unternehmen die Zeit nehmen, den Fokus auf den Blütenkern zu legen, dann könnten die Massnahmen auf den Blütenblättern um einiges schneller und kostengünstiger realisiert werden.

Ergibt keinen Sinn? Wir erklären es dir:

Betrachten wir Blumen, so hat jede einzelne einen Blütenkern und jeder dieser Kerne ist einzigartig. Die Blume erhält diese Einzigartigkeit durch die Natur. Sogar innerhalb derselben Gattung der Blume ist jeder Blütenkern anders und differenziert sich über Form, Farben, Grösse, Geruch. Genauso ist es bei Unternehmen, jedes ist im Kern einzigartig und differenziert sich von anderen, auch wenn es nur kommunikativ ist. Diesen Kern und dessen Inhalt muss jedes Unternehmen für sich herauskristallisieren.

Um das Gesagte noch zu visualisieren:

 

1 Storykern (Corporate DNA) = Inhalt – Emotionen
Der Inhalt beschreibt, was man kommuniziert und beinhaltet das Key Visual und Kernbotschaften, welche beim Empfänger gewünschte Emotionen auslösen.

2 Blütenblätter = Form
Wird intern oder durch eine Agentur umgesetzt.
Die Form beschreibt, wie man die Inhalte kommuniziert und beinhaltet die Kanäle und Massnahmen (z.B.: Online, Offline, Events etc.). Nur wenn man Inhalt und Form verbindet, sendet man die richtigen Informationen zu den entsprechenden Zielgruppen!

Aus dem Blütenkern heraus

Hier schliesst sich der Kreis: Ein Unternehmen muss die Story erzählen, die es einzigartig macht, quasi die Einzigartigkeit verpackt in einer Geschichte.

Das Velo-Center 321 hat sich also gegen eine kurzfristige Massnahme entschieden und sich im Vorfeld auf den Blütenkern konzentriert. Was ist die Einzigartigkeit von Velo-Center 321? Nach mehreren Brainstormings war sich die Geschäftsleitung einig: Die Story lautet «Volle Kraft voraus», denn das Unternehmen weiss, dass es mit seiner Technologie ganz vorne mitspielt und diese Überzeugung soll der potenzielle Kunde* spüren, noch bevor er überhaupt eines der neuen Elektrobikes getestet hat.

Mit einer Story allein ist es allerdings noch nicht getan. Danach muss das Velo-Center 321 die erarbeitete Story pflegen, hegen und nähren, damit es langfristig erfolgreich sein kann. Wie bei der Blume: Damit die Blüte lange blüht und die Blätter nicht welken oder verkümmern, müssen die Pflanzen immer wieder frisches Wasser und Dünger erhalten.

Die Botschaft und die Bildwelt vom Velo-Center 321 ergeben sich durch die Erarbeitung des Storykerns «Volle Kraft voraus». Für die bevorstehende Messe fehlen dem Velo-Center jedoch noch einige Kleinigkeiten, wie z.B. Give-aways und ein passender Wettbewerb für die Besucher*. Für den Wettbewerb hat sich das Unternehmen etwas Besonderes überlegt: Am Messestand stellt das Velo-Center ein Elektrobike auf, das mit einer Virtual Reality-Welt – einem E-Bike-Rennen – verbunden wird. Auf diese Weise ermöglicht das Velo-Center 321 den Besuchern* erstens die Testfahrt auf seinem Produkt und zweitens erlebt der Besucher im Rennen, wie leistungsstark das neue Elektrobike ist – ganz nach dem Motto «Volle Kraft voraus». Als Dankeschön für die Teilnahme erhält der Besucher* einen Energieriegel, damit er nach seiner Leistung wieder neue Kraft tanken kann. Der schnellste Teilnehmer* erhält nach der Messe einen Rabattgutschein für ein Elektrobike aus dem Hause 321.

Natürlich hat das Unternehmen nach dem Messeauftritt wieder alle Hände voll zu tun. Dann geht es vielleicht schon ans nächste Kundenmailing oder die nächsten Kundengeschenke. Dabei muss sich das Velo-Center 321 glücklicherweise nicht mehr neu erfinden, sondern nur aus dem Kern heraus arbeiten. Die Story bleibt bestehen. Fehlen nur noch kreative Ideen zum Thema «Volle Kraft voraus» und diese gehen dem Unternehmen bestimmt nicht so schnell aus.

Storytelling Meccano für eine blühende Zukunft

Und genau das ist PINKTANKs Ansatz von Storytelling. Wir wollen unseren Kunden* die ganze Blume anbieten. Deshalb tanzen wir nicht auf den Blütenblättern (Massnahmen) herum, sondern bewegen uns immer im Blütenkern (Storykern). Abgerissene Blütenblätter nützen nichts. Dieser Meccano sorgt dafür, dass alle intern (Mitarbeitende) und extern (Kunden*, Medien usw.) dieselben Informationen erhalten und dass sich ein Unternehmen im häufig so schwierigen Marktumfeld differenzieren kann.

PINKTANKs Arbeitsweise durch Storytelling liegt streng genommen in der Zeit. Wie in der Natur braucht die Entwicklung des Storykerns Zeit. Zeit, um den ganzen Wandel respektive die Morphose zu durchlaufen. Auf kurzfristige Sicht ist es deshalb natürlich verlockend, sich vor allem mit Massnahmen zu beschäftigen. Darum verwundert es einen nicht, wenn viele Unternehmen auf den Blättern arbeiten, anstatt im Kern zu beginnen. Langfristig gesehen ist es jedoch so, dass ein Unternehmen fürs Erarbeiten des Storykern am Anfang zwar mehr Zeit investieren muss, dafür nachher viel schneller bei der Umsetzung von Massnahmen ist und so Kosten spart.

Über Zeit in Unternehmen zu sprechen ist jedoch ein anderes Thema. Trotzdem die Frage in die Runde:

Was denkst du, welcher Weg ist am Ende effektiver?

 

Weiterführende Links

 

 

Storytelling – ein Begriff mit vielen Gesichtern

Storytelling ist ein Begriff, der gerne und viel verwendet wird und jeder* versteht darunter ein bisschen etwas anderes. Ich habe mich intensiv mit dem Begriff Storytelling auseinandergesetzt und das Wichtigste in den nachfolgenden Zeilen für dich festgehalten:

Was bedeutet Storytelling überhaupt?

Wird der Begriff ins Deutsche übersetzt, heisst Storytelling nichts anderes als «Geschichten erzählen». Das klingt erst einmal sehr simpel, aber lass dich davon nicht täuschen. Denn richtig gute Geschichten zu erzählen, die den Empfänger* fesseln, Emotionen wecken und einen bleibenden Eindruck hinterlassen, das ist eine Kunst. Dabei geht es nicht ausschliesslich darum, dass du passiv eine Geschichte hörst, liest oder anschaust, also sie einfach konsumierst, sondern auch aktiv mitwirken kannst, beispielsweise bei Blogs, Streaming-Plattformen oder in der virtuellen Realität. Dabei gilt: Je mehr Sinne beim Erzählen einer Geschichte angesprochen werden, desto besser wirst du dir das Erzählte merken können.

Wo wird Storytelling angewendet?

Bereits im Kindesalter kommen wir mit Storytelling in Berührung, nämlich wenn unsere Eltern oder Grosseltern uns eine Gutenachtgeschichte erzählt haben. Kannst du dich noch an das eine oder andere Grimm’sche Märchen erinnern? Ich behaupte jetzt mal: Ja. Warum können wir uns also als Erwachsene immer noch an diese Märchen erinnern? Ganz einfach, sie haben uns damals emotional berührt und wie bereits erwähnt, alles was in Form einer Geschichte erzählt wird, können wir uns leichter einprägen.

Genau so funktioniert es auch in der Literatur und bei Filmen; dort wird ebenfalls eifrig Storytelling betrieben. Dabei ist zu beachten, dass es für verschiedene Genres unterschiedliche Strukturen gibt. Das heisst, in der Regel folgt eine Geschichte immer einem bestimmten Aufbau. Beim Drama ist das beispielsweise: Anfang – Mitte – Ende. Gemäss dem britischen Autor Christoph Booker gibt es sieben «Master Plots», also quasi Basisgeschichten, die wir uns immer wieder neu und anders erzählen. Diese sind:

  1. Monster überwinden
  2. Vom Tellerwäscher zum Millionär
  3. Die Suche
  4. Reise und Rückkehr
  5. Komödie
  6. Tragödie
  7. Wiedergeburt

Wenn du mehr über die sieben «Master Plots» lesen willst, findest du den passenden Link bei der Quellenangabe.

Auch im Journalismus ist das Geschichten erzählen ein wichtiger Aspekt. Hierbei dreht sich alles darum, überhaupt erst eine gute Geschichte zu finden. Was aber ist eine gute Geschichte im Journalismus? Grob gesagt, etwas Neues berichten zu können oder einen Nutzen für den Leser* zu schaffen. Erst wenn eine Geschichte eine dieser beiden Kriterien erfüllt, beginnt das eigentliche Storytelling: Wie verpackt der Journalist* seine Geschichte? Wird es eine Reportage, ein Kommentar, ein Feature oder ein Newsbeitrag? Sollen die Leser* digital darauf zugreifen können oder wird die Story in einem Printmedium publiziert? Gibt’s passende Bilder oder Videos zur Geschichte? Alle Entscheidungen, die ein Journalist* trifft, haben einen Einfluss darauf, wie sie beim Betrachter* aufgenommen und abgespeichert wird.

Sogar in der Psychologie wird von Storytelling gesprochen, nämlich wenn wir unsere eigene Biografie wiedergeben. Denn in der Psychologie gibt es keine objektive Biografie. Das heisst, wir konstruieren unsere Vergangenheit und unsere Zukunft im Hier und Jetzt laufend neu.

Let’s talk business

Nun kommen wir zu dem Bereich, der in den letzten Jahren dafür gesorgt hat, dass Storytelling in aller Munde ist, und zwar dem Business. Natürlich gibt es auch hier verschiedene Teilbereiche, in denen das Geschichten erzählen wirkungsvoll eingesetzt werden kann:

  • Unternehmenskommunikation
    Jedes Unternehmen hat auch eine eigene Persönlichkeit (Corporate DNA) und die gilt es zu hegen und zu pflegen und natürlich gegen innen (Mitarbeitende) und aussen (Kunden*, Partner* usw.) zu tragen. Storytelling in der Unternehmenskommunikation soll helfen, dass das Unternehmen als lebender Organismus wahrgenommen wird.
  • Marketing / Produktmanagement
    Storytelling eignet sich hervorragend im Produktmanagement oder im Marketing allgemein, um ein Produkt oder auch eine Dienstleistung besser verkaufen zu können. Hat man eine gute, spannende Geschichte, mit der man Emotionen weckt, so fühlen sich potenzielle Kunden* viel eher angesprochen. Das erleichtert dem Kunden* den Kaufentscheid und führt zu mehr Absatz.
  • Human Ressourcen
    Hier geht es vor allem um den Rekrutierungsprozess: Stellt ein Unternehmen oder ein Bewerber* sich in Form einer kurzen Geschichte vor, ist das einerseits viel spannender, als wenn man nüchtern ein paar Jahrzahlen, Ausbildungen und Auflistungen von Lebenssituationen herunterrattert. Andererseits wirkt das Unternehmen resp. der Bewerber* sofort viel authentischer, nahbarer und wird dem Gegenüber automatisch besser im Gedächtnis bleiben.

Storytelling all day, every day

Wie du siehst, begleitet dich Storytelling schon dein Leben lang, entweder als gebannt lauschender Zuhörer* oder aktiver Geschichtenerzähler*. Wahrscheinlich bist du dir im Alltag meist gar nicht bewusst, dass du gerade Storytelling anwendest. Das machst du ganz automatisch, denn Emotionen sind ein grundlegender Bestandteil unseres menschlichen Wesens und Geschichten sind ein mächtiges Werkzeug, um diese zu vermitteln. Was gibt es Besseres, als sich von einer guten Geschichte in den Bann ziehen zu lassen?

 

Quellen & weiterführende Links:

 

Kunst am Bau / im Raum: DingsDA

Was ist DingsDA?

Als Kind hatten wir doch alle ein Maskottchen, ein Lieblingsplüschtier, ein Symbol. Damit wir dieses Gefühl, diese Erinnerung, wieder erleben, arbeiten wir über Kunst im Raum / am Bau.

Mit DingsDA schaffen wir Objekte, die einerseits funktionell sind und andererseits eine Geschichte erzählen.

Wieso DingsDA?

Ein richtiges Wording ist wichtig. Genauso wichtig ist ein visuelles Wiedererkennungsmerkmal deines Unternehmens. Schau das Ding DA!

Nachhaltige Kommunikation ist Kunst und diese so zu vermitteln, dass sie verstanden wird. DingsDA schafft eine einzigartige und nachhaltige Kommunikation für dein Unternehmen und schmückt die Corporate DNA mit einem einzigartigen Objekt.

Zu den detaillierten Projektbeschrieben

Unsere Arbeit kurz erklärt

Geschäftsleitungsentwicklung durch Storytelling und Playful Work

Geschäftsleitungen bestehen aus verschiedenen Personen mit unterschiedlichem Charakter, beruflichen Hintergründen, Know-how sowie Sichtweise auf bestimmte Dinge. Für die Kommunikation und Kultur eines Unternehmens ist es enorm wichtig, dass die Zusammenarbeit in der Geschäftsleitung stimmt. Dies kann sich als schwierig erweisen, denn die Geschäftsleitung wird oft stark durch das Daily Business beansprucht; die Teambildung rückt immer mehr in den Hintergrund. Das kann schwerwiegende Fehler oder umstrittene Entscheidungen zur Folge haben.

Wir haben einen Weg gefunden, der dafür sorgt, dass sowohl die Zusammenarbeit in der Geschäftsleitung einwandfrei funktioniert als auch die interne und externe Kommunikation stimmt. Wir erreichen das, indem wir gemeinsam mit Geschäftsleitungen die Einzigartiketi des Unternehmens erarbeiten. So ziehen alle im Unternehmen am gleichen Strang.

Wie tun wir das? Durch Storytelling und Playful Work.

Storytelling

Was ist Storytelling?

Storytelling bedeutet nichts anderes, als Geschichten erzählen. Betrachtet man es aus neurologischer Sicht, gibt man dem Unterbewusstsein ein Signal, eine Botschaft aufzunehmen und sie zu speichern. Storytelling macht deine Kommunikation einzigartig (USP) und nachhaltig.

Wieso Storytelling?

In Folge der Informationsflut und der stets fortschreitenden Technologie, mit welcher wir täglich, sogar stündlich, konfrontiert werden, ist Storytelling einer der wichtigsten Faktoren für eine nachhaltige, erkennbare und aufnehmbare Kommunikation. Denn durch Storytelling wecken wir Emotionen und sorgen dafür, dass die Geschichte eines Unternehmens in den Köpfen der Menschen haften bleibt.

Wie wenden wir Storytelling an?

Nachdem wir die Corporate DNA, also den Storykern deines Unternehmens erfasst haben, kreieren wir für dich durch Storytelling verschiedene Geschichten. Nun bist du an der Reihe: Du musst dir überlegen, welche dieser Geschichten dein Unternehmen am besten widerspiegelt. Lass dich von deinen Emotionen leiten. Haben wir die passende Story gefunden, hast du nun alle Werkzeuge für eine ganzheitliche Kommunikation in der Hand.

Jetzt liegt es an dir, intern oder durch eine Agentur, das Storytelling weiterzuführen.

Playful Work

Was ist Playful Work?

Playful Work ist eine Methode, die das Spiel in den Arbeitsalltag integriert. Die Methode baut auf dem Prinzip auf, ernsthafte Arbeit mit dem freudvollen Spiel zu verbinden. Auf diese Weise werden neue Spielräume geschaffen, die wiederum die Unternehmenskultur fördert und im gleichen Zug «Fehler- und Lernkultur» durch «Spielkultur» ersetzt.

Wieso Playful Work?

Playful Work gilt als «Führungsstil der Zukunft». Die Methode schafft es, verschiedene Herausforderungen in Unternehmen spielerisch zu meistern, ohne dabei den Fokus auf die Arbeit zu verlieren.

Dazu gehören Themen wie

  • das Lösen komplexer Probleme und Aufgaben,
  • das Fördern der Teambildung,
  • den Abbau von Hierarchien und
  • das Ausblenden von Konkurrenzkämpfen.

Wie wenden wir Playful Work an?

Unsere Playful Workshops sind nach dem Playful-Work-Ansatz aufgebaut. Dadurch ermöglichen wir dir und deinem Team, euch aufs Spiel einzulassen und die Spielkultur kennenzulernen, was wiederum eure Kreativität und das Wir-Gefühl fördert.

Let’s play!

Corona der Sonnenkranz – die Sonne für Unternehmen

Eine panik- und angstfreie Berichterstattung von Cordelia für Unternehmer* in Zeiten der Corona-Krise.

Individualisierung und Wir-Kultur – Ein Gegensatz?

Mit der Digitalisierung und der zunehmenden Vernetzung unserer heutigen Zeit ist auch die Individualisierung, insbesondere in den westlichen Gesellschaften, vorangeschritten. Dank weitgehender sozialer Sicherheit und den damit verbesserten Lebensstandards können wir uns vermehrt damit beschäftigen, was wir im Leben erreichen und wie wir uns selbst verwirklichen wollen.

Ich dachte mir: «Das klingt doch fast zu schön, um wahr zu sein.» und habe mich deswegen genauer mit der Veränderung der Gesellschaft auseinandergesetzt.

 

Freiheit ohne Ende

Wer in die unendlichen Weiten des Internet eintaucht, reiht sich als ein weiteres Pseudonym ein. Diese Anonymität kann Freiheit bedeuten; die Freiheit haben, zu sein, wer auch immer man sein will. Auf der anderen Seite bringt das auch Unsicherheit mit sich.

Vieles, dass wir online antreffen, ist fake oder kratzt nur an der Oberfläche. Die Menschen hinter den Pseudonymen lernen wir gar nie wirklich kennen. Es sind flüchtige Bekanntschaften, die uns vermeintliche Intimität vorspielen. Wir sehnen uns nach immer mehr Likes, immer mehr Anerkennung. Bleibt sie aus, fallen wir in ein Loch. Die vorgegaukelte Intimität ist genauso schnell weg, wie sie gekommen ist. Was bleibt, ist Einsamkeit. Dabei ist Einsamkeit nicht zu verwechseln mit Alleinsein. Es ist eher das genaue Gegenteil; wer einsam ist, ist quasi unfähig «ganz allein, mit sich selbst» zu sein.

Natürlich, oberflächlich betrachtet, beschreiben Einsamkeit und Alleinsein die gleiche Situation. Der Unterschied liegt darin, welche Einstellung wir dazu einnehmen:

  • Alleinsein: «Ich bin allein und fühle mich wohl, denn ich brauche niemanden anderes, um glücklich zu sein. Ich bin zufrieden einfach nur mit mir selbst.»
  • Einsamkeit: «Ich fühle mich einsam, weil niemand da ist. Ich brauche andere Menschen, damit ich mich gut fühle. Glücklich sein kann ich nur durch andere Menschen. Ich allein genüge mir nicht.»

Ich muss also feststellen, dass die zunehmende Individualisierung nicht das Nonplusultra ist: Obwohl wir immer mehr so sein können, wie wir gerne möchten, viele Freiheiten haben und uns unendlich vernetzen können, geht es uns im Grunde genommen nicht besser. Denn wir leben oft mehr im Schein als im Sein und es ist leicht, sich in dieser Scheinwelt zu verlieren.

 

Gemeinsam gegen die Einsamkeit

Blicken wir auf unsere Vergangenheit zurück, sehen wir, dass wir seit jeher den Zusammenhalt, das «Wir» suchen. Was man natürlich nicht ausser Acht lassen darf, ist, dass es früher in vielen Fällen überlebensnotwendig war, einer Gruppe anzugehören. Heute sieht es etwas anders aus und trotzdem können wir unsere Wurzeln nicht leugnen: Wir suchen immer Nähe zu anderen Menschen, wollen uns zugehörig fühlen und wahrgenommen werden. Deswegen suchen wir trotz oder gerade wegen der hochindividualisierten Welt wieder das Wir-Gefühl, einfach in einer anderen Form.

Waren es früher Gruppen, Clans, Sippen und Stämme, so haben wir heute neuartige Gemeinschaften:

  • Co-Living: Wohngemeinschaft bestehend aus mehreren Individuen, die Verantwortung übernehmen und in sozialer Vielfalt leben wollen.
  • Co-Working: Kleine Startups, Freelancer oder digitale Nomaden arbeiten in den gleichen Räumlichkeiten und profitieren gegenseitig vom Know-how des anderen.
  • Co-Mobility: Statt Transportmittel wie Auto, Fahrrad usw. zu besitzen, teilt man sich diese mit anderen Menschen.

Es geht darum, seine individuellen Potenziale zu Gunsten der Gesellschaft einzusetzen, im Gegenzug aber auch in irgendeiner Weise davon zu profitieren.

 

Teamwork stärkt das Wir-Gefühl

Das hat nicht nur Auswirkungen aufs persönliche Leben, sondern greift auch in den Berufsalltag ein. Mit dem Aufkommen der Künstlichen Intelligenz werden immer mehr Arbeitsplätze von Computern übernommen. Das scheint erstmal keine gute Wendung zu sein, vor allem für die Menschen, die dadurch ihren Job verlieren. Sieht man es von einer etwas anderen Perspektive, bringt das durchaus auch Gutes mit sich: Wir können, ja, müssen uns sogar wieder auf unsere einzigartigen Fähigkeiten als Menschen konzentrieren, denn diese sind bislang ausschliesslich uns Menschen vorbehalten und die KI kann nicht mit uns mithalten.  Solche Eigenschaften sind beispielsweise das Lösen von komplexen Herausforderungen oder das kritische Denken. Diese Fähigkeiten allein sind zwar schon viel, aber nicht alles: Arbeiten wir zusammen in einem Team können wir erst ihr ganzes Potenzial ausschöpfen. Gemeinsam können wir Lösungen finden zu scheinbar unlösbaren Problemen. Durch diese Zusammenarbeit im Team wiederum fühlen wir uns zugehörig und erhalten Anerkennung von den anderen Teammitgliedern, wir werden «gesehen». Das stärkt unser Wir-Gefühl.

 

Better together

Was habe ich nun daraus gelernt? Individualisierung ist nicht per se gut oder schlecht. Wir Menschen müssen einfach noch besser lernen, wie wir mit der neu gewonnenen Freiheit umgehen sollen. Dabei dürfen wir vor lauter Wahlmöglichkeiten und Selbstbestimmung nicht aus den Augen verlieren, dass wir Menschen einander brauchen und gemeinsam viel mehr erreichen können. Individualisierung und Wir-Kultur schliessen sich nicht aus, sondern können sinnvoll koexistieren.

 

Quellen und weiterführende Links:

 

 

Die Sucht des Spielens in Unternehmen, ohne Roulette

Cordelia hat die Spielsucht mal anders definiert (inkl. positive Konnotation). Wie das tönt, liest du in ihrem aktuellen Beitrag.