Beiträge

Wie Erwachsene in einem Unternehmen spielen können

Cordelia erklärt in diesem Beitrag, wieso Arbeitszeugnisse fürs nächste Jahrzehnt eher der Vergangenheit angehören und durch mehr Playfulness ersetzt werden sollen.



Playfulness – und das Business wird zum Kinderspiel

Das Wort „Playfulness“ gewinnt seit einigen Jahren in der Arbeitswelt immer mehr an Bedeutung. Der Anglizismus bedeutet auf Deutsch nichts anderes als Verspieltheit. Was hat aber Verspieltheit mit Arbeit und Erfolg zu tun?

Viel mehr als du denkst! Und gerade im Hinblick auf das neue Jahrzehnt, so ist dieser Begriff auch nicht einfach zu ignorieren.

Zukunftsforscher setzen aufs Spiel

Ich gehöre der Generation Y an und bin strenggenommen mit Gameboy, Nintendo 64, Handy und Internet aufgewachsen. All das begleitete mich also durch die Kindheit und liess mich eines tun: Spielen. Den Spieltrieb habe ich natürlich mit dem Berufseinstieg immer wie mehr verloren, aber im Unterbewusstsein blieb dieser bestehen. Jetzt soll aber das Spiel zurück in den Arbeitsalltag gelangen, sogar auf Top-Management-Ebene!

Ich habe kürzlich die Trendstudie „Playful Business“ des Zukunftsinstituts gelesen. Diese zeigt das Potenzial von Playfulness für Unternehmer* auf; insbesondere für diejenigen, die es über das kindliche Spiel wagen. Die Studie ist nicht neu. Das 2017 erschienene 111-seitige Dokument fasst Themen zu Playful Gamification zusammen und erklärt, wie die Leader der Zukunft ein Unternehmen führen (sollten).

Das Spiel soll also neue Türen öffnen, neue Wege schaffen und Unternehmen wieder auf Kurs bringen, zumindest dann, wenn es um die Wurst geht. Playful Work oder – wie es die Studie auch nennt – Playful Gamification ist laut Experten nicht mehr wegzudenken.

Kindliches Spiel + Arbeit = Stigma?

Ich habe daraufhin ein wenig recherchiert: Die Ist-Situation in der Schweiz ist eher weniger playful. Es macht sich zweifellos eine positive Resonanz des Playfulness bemerkbar, trotzdem hinken Unternehmen der «spielerischen» Umsetzung immer noch hinterher. Erklären kann man sich dies nur so, dass diese «Verspieltheit» zu fest in die Kindheitsthematik eingreift und aufgrund dessen als Stigma betrachtet wird.

Die Studie unterstreicht mit Begründungen und interessanten Facts den positiven Einfluss des Spieltrends und warum der herkömmliche Führungsstil eines Tages nicht mehr funktioniert. Die Menschen müssten wieder lernen, das Kind in sich herauszulassen, um der hoch komplexen, dynamischen Netzwerkgesellschaft die Stirn bieten zu können. Dadurch, dass unsere Gesellschaft immer in Bewegung sei, würden früher oder später die alten „statischen“ Muster aus dem 20. Jahrhundert nicht mehr funktionieren. Playful Work soll gemäss Studie die Unternehmer* respektive Leaders dazu animieren, Herausforderungen auf eine andere Art und Weise anzugehen und zwar mittels Playful Gamification. Denn mit dem stehe eben nicht nur das Ziel eines Unternehmens im Vordergrund, sondern das gemeinsame Spiel, also der Weg zum Ziel. Das sei der Schlüssel zum Erfolg.

Die jungen Menschen werden (heraus)fordern

Ein weiterer interessanter Punkt, den die Studie anspricht, ist der Fakt, dass die neuen Generationen (Generation Y aufwärts) den natürlichen Spieltrieb bereits intus haben, mit dem aufgewachsen sind und somit nie verloren haben. Das zeigt mir, dass die Jungen in diesem Punkt den CEOs von heute quasi voraus sind… noch. Konkret bedeutet das, die CEOs müssen wieder lernen zu spielen!

Mein Arbeitsalltag bei PINKTANK und die Playful Workshops, die ich bis anhin miterleben durfte, bauen auf dem Prinzip des Playful Work auf. Es wird gespielt und spielen liegt bekanntlich in unserer Natur. Ich bin also schön froh, sind die Zeiten von strikten Zielvorgaben passé.

Falls du also mal eine andere Betrachtung der Situation benötigst, so lege ich dir die Studie wärmstens ans Herz.

Schauen wir nach vorne und…

…let’s play!

PS: Die Studie ist nicht kostenlos. Die untenstehenden Links geben dir eine erste Kostprobe: